Mittwoch, 27. Juli 2011

Übergabe des Blogs faxspam.info

Verehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

ich freue mich, daß Sie hier, vielleicht wieder einmal, hereinschauen und möchte Sie über die Entwicklungen informieren. Dieser Blog wird zukünftig fortgeführt von Maximilian Sierig aus Ottersberg, worüber ich mich sehr freue. Er wird sich in Kürze hier vorstellen. FaxSpam.Info hat viel erreicht und war, wahrscheinlich genau deshalb, auch Angriffen ausgesetzt, die teilweise sehr massiv waren. Als Domaineninhaber traf es mich in einer Zeit angestrebter gesundheitlicher Rekonvaleszenz. Ein Umstand, der nicht mit den angefallenen - und auch nicht ansatzweise antizipierten - Aufregungen in Übereinstimmung zu bringen war und ist.
Trotz allem, und dies ist erfreulich und nützlich, wird FaxSpam.Info weitergehen - und sicher auch zukünftig ein bleibender Stachel gegen fragwürdige auf FaxSpam basierender Geschäftstätigkeit sein. Man mag das Telefax als antiquiert ansehen und es gab bereits die Vermutung, daß hinter der Fax-Spammerei staatliche Dienste stehen, die staatlich-zertifizierte elektronische Kommunikation (wegen deren leichteren Kontrolle) forcieren möchten. Soweit möchte ich nicht gehen. Auffällig ist jedoch, wie ganz offensichtlich schon seit Jahren das Thema FaxSpam zum einen der Legislative der Anwaltsklientel zur Beute überlassen und regelrecht präsentiert worden ist, zum anderen die Exekutivbehörden weitgehend, oft geradezu unmanierlich und grob, Aufklärung und Dienstleistung verweigern. Natürlich oft genug - mehr oder weniger dezent - mit dem schon klassischem Hinweis in Sachen öffentlicher Verwaltung, daß man mehr Geld, Mittel und Personal brauche. Und vor allem mehr Befugnisse. Daß alles dies in öffentlicher (und somit verantwortungs- und haftungsbefreiter) Hand niemals reicht, zeigt die aktuelle griechische Tragödie.
Doch solange auch Deutschland die wichtigsten Belange seiner Gesellschaft wie Gesundheit, Bildung und Sicherheit staatlichen Monopolisten anvertraut, wird das auch mit dem Bekämpfen von FaxSpam von dieser Seite nichts werden. Wie schrieb es ein Leser tröstlicherweise hierhin: Die deutsche Justiz und die deutschen Behörden arbeiten langsam, dafür aber auch ungenau.
Doch das Fax wird gebraucht: Zustellungen sind nachweisbar, Schriftstücke und Vorlagen aller Art sind schnell und einfach übersendet. Das Telefax verkörpert wie kein anderes Gerät den Übergang von der materiellen Informationsübertragung hin zur elektronischen und begründet mithin seine langanhaltende Existenz.

Zurück zum FaxSpam: Es kristallisiert sich heraus, daß im Zeitalter des Internets zunehmend Angebote dort auch geprüft werden. Wer dies tut, der soll auch weiterhin auf www.faxspam.info stoßen und hier erfahren, mit welch' fragwürdigen Methoden manche Produkte wie Aktien, Chefsessel, Kunstpflanzen, technische Billigfabrikate überteuert beworben werden. Denn dies ist allen gemeinsam: Es wird versucht, insbesondere im Aktienbereich, Minderwertiges zu gepuschten Preisen zu verkaufen. Dies ist nicht illegal - und niemand muß letztendlich kaufen. Doch hängen Werbeversprechungen auch nicht im rechtsfreien Raum. Auf jeden Fall sollten sie nicht im informationsfreiem Raum hängen. Dafür hat FaxSpam.Info mit vielen Leserinnen und Lesern gesorgt - und wird Herr Sierig hier weiter sorgen. In diesem Sinne viel Erfolg - und auch die richtige Portion Glück dazu - wünsche ich ihm von ganzem Herzen. Bitte unterstützen Sie ihn und diesen Blog weiterhin. Ihnen verehrte Leserin und Ihnen geehrter Leser gehört mein Dank für Ihre Besuche und Beiträge hier, für die Zusendung von Informationen und auch von aufmunternden Zeilen.
Es besteht Grund zu der Hoffnung, daß sich Faxspam schon bald schlicht nicht mehr lohnt, weil einfach nicht mehr genug Personen darauf hereinfallen. Sie alle haben einen Beitrag dazu geleistet. Dankeschön.

Es grüßt Sie
Ihr
Stefan Sedlaczek

Kommentare:

Weitere Informationen hier hat gesagt…

Es ist alles so traurig.

Anonym hat gesagt…

Die Bundesnetzagentur hat in einer bisher einmaligen Aktion Rufnummern gesperrt, die im Zusammenhang mit dem Faxversand unter dem Namen SWISS MONEY REPORT stehen. So umsonst war also das Werk hier wohl nicht. Prima.

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