Dienstag, 28. Juni 2011

GAS CORPORATE JETS AG - Leerverkäufe

Der SWISS MONEY REPORT, der immer wieder im Fadenkreuz der Anti-Fax-Spam Aufklärer auftaucht, wird immer aberwitziger: Nun sollen Leerverkäufe als Erklärung für den Verfall des Aktienkurses der GAS CORPORATE JETS AG herhalten. Als wenn es für eine solche Aktie Leerverkäufe geben würde. Auch andere, sicher börsenübliche Sicherungsinstrumente, haben wir für diese Aktie nicht gefunden. Schauen Sie sich selbst einmal den Aktienkurs und die Umsätze sowie die fundamentalen Daten bei der Frankfurter Börse an. Und nur dort kann die Aktie übrigens überhaupt noch gehandelt werden. Das gilt auch für den Vegas77-Aktienkurs, weshalb man es nun wohl mit einer Aktie iVegas versucht. Von hier aus kann nur noch einmal darauf hingewiesen werden, daß man nicht versuchen sollte, schlauer sein zu wollen als die, die diese Aktie emittieren, besitzen und puschen. Wir selbst hier besitzen übrigens keinerlei Aktien. Das geht nicht gegen Aktien als solche, sondern es geht darum, als Journalisten jedwede Interessenskonflikte zu vermeiden. Das ist in Deutschland nicht einmal Richtern vorgeschrieben. Und auch hier verleiten die anonymen Herausgeber des SWISS MONEY REPORT Faxes zu einem Irrtum: Die bekanntgewordenen Skandale haben mit dem hier in Rede stehendem Faxspam nichts zu tun. Weder positiv noch negativ. Und können daher auch nicht für den Kurs-Crash der GAS Corporate Jets AG Aktie verantwortlich gemacht werden. Dieser hat andere Gründe, informieren Sie sich zum Kursverlauf und den Umsätzen bei der Frankfurter Börse oder Ihrer Hausbank. Sie werden selbst schnell erkennen können, warum der Kurs wieder abwärts geht.
Die Hauptproblematik bezüglich des aktuellen (und ja nun nicht gerade neuen) Aktienspam besteht darin, daß Aktiengesellschaften, in Formen, die nach deutschem Recht gar nicht gründbar sind, dennoch, beispielsweise an der Frankfurter Börse, handelbar geführt werden. Nun soll hier nicht gegen den freien Handel angegangen werden. Nur ist die Rosinenpickerei, die der deutsche Gesetzgeber und deutsche Behörden betreiben, schlicht nicht nachvollziehbar. Wer die Freiheit einschränkt, sollte dies wenigstens konsistent tun. Ansonsten wird das Wort "Recht" und "Gesetz" in diesem Zusammenhang zur Farce.
Sie verehrte Leserin und verehrter Leser machen sich selbst ein Bild davon, ob sie ihr mühsam erarbeitetes Geld zum Spekulantenfraß machen wollen. Auch hier gilt: Nichts gegen Spekulation, jeder Mensch spekuliert, sobald er zukunftsgerichtet handelt. Doch gilt es Risiken und Chancen wohl zu wägen. Das ist gar nicht so schwer. Und bedenke allezeit: Faxspam ist keine gute Werbung.

Kommentare:

Vegas 77 Entertainment Aktienkurs hat gesagt…

Der Aktienkurs der Vegas77 Entertainment SE
Aktie, ISIN DE000A1C8PY2, WKN A1C8PY, LCP bleibt im Keller, heute mittag unter EUR 3,90.

"Börsenbrief greift Presse an" hat gesagt…

Siehe auch den Bericht auf den Internetseiten der ARD (TOP-Themen):
Börsenbrief greift Presse an

Und das mit den angeblichen Leerverkäufen ist wirklich ein Witz. Es gibt tatsächlich gar keine Produkte dafür an der Börse. Und GAS CORPORATE JETS gibt es inzwischen nur (noch) an der Frankfurter Börse.

Im Bericht von Anita Schneider steht auch, dass GAS CORPORATE JETS eine Briefkastenfirma ist. Fotos gibt es dort gleich aus Googles Street View.

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