Samstag, 21. Mai 2011

faxspam.info: Serviceteil Fangschaltungen - Praxis

Wir haben auf unsere Anfragen bei Netzbetreibern bezüglich Fangschaltungen inzwischen einige ausführliche Antworten erhalten:


O2 Telefonica:

Sehr geehrter Herr Bäuerle,

wünscht ein Kunde eine Fangschaltung muss er sich schriftlich mit folgenden Informationen
  • Rufnummer des Kunden
  • Stellungnahme zur Bedrohung oder Belästigung
  • zeitliche Einschränkung mit Datum, idealerweise Uhrzeit
  • Unterschrift des Kunden
  • Rechtsanwälte, die sich für Ihren Mandanten melden, brauchen zzgl. eine Vollmacht
  • Erklärung, dass sich der Kunde über die entstehenden Kosten im Klaren ist

an untenstehende Adresse wenden:
Telefónica Germany GmbH & Co. OHG
Kundenbetreuung
"Fangschaltung"
90345 Nürnberg
oder per Fax an die Nummer: 089/ 2442-6685

Die Kosten für die Fangschaltung betragen 180,00 EUR für eine Woche.

Für weitere Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Freundliche Grüße
Carolin Eckert | Telefónica Germany GmbH & Co. OHG


DTAG:

Sehr geehrter Herr Bäuerle,
 
vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich selbst erst einmal etwas recherchieren musste. Es gibt unterschiedliche Lösungen, die Betroffenen von unerwünschten Anrufen/Faxnachrichten weiterhelfen können. In jedem Fall sollten sich Kunden von den Hotlines der jeweiligen Anbieter beraten lassen, welche Maßnahme am besten passt.
Kunden der Deutschen Telekom können sich hierzu an die kostenfreie Beratungshotline 0800 33 01000 wenden.
Prinzipiell haben Kunden die Wahl unter verschiedenen Möglichkeiten. So lassen sich beispielsweise anonyme Anrufe generell abweisen. Das Leistungsmerkmal "Abweisen unbekannter Anrufer" ist kostenfrei.
Allerdings werden hierbei alle Anrufer, deren Rufnummer nicht signalisiert wird, abgewiesen. Eine Unterscheidung zwischen "privaten" und "geschäftlichen" Anrufern ist leider nicht möglich.
Eine weitere Möglichkeit ist die gezielte Sperrung unerwünschter Anrufer. Das funktioniert über das "Sicherheitspaket Plus", das für 2,99 € je Monat buchbar ist. Hiermit ist es möglich bis zu zwanzig Rufnummern auf eine "Blacklist" zu setzen. Anrufe von diesen Rufnummern werden dann nicht mehr durchgestellt - auch wenn die Rufnummer nicht angezeigt wird. Allerdings muss die Rufnummer zur Eingabe in die Liste bekannt sein.
Mit dem Sicherheitspaket Plus ist es auch möglich, unerwünschte Anrufer per Tastenkombination am Endgerät abzuweisen. Der unerwünschte Anrufer kann Sie nicht ein zweites Mal belästigen, da er bei erneutem Verbindungsversuch automatisch abgewiesen wird.
Details finden Sie hier: http://www.telekom.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/EKI-PK-Site/de_DE/-/EUR/ViewProductDetails-Start?ProductRefID=0100001000171_0001%40EKI-PK&StageProductRefID=0100001000171_0001%40EKI-PK
Die von Ihnen angesprochene Möglichkeit der "Fangschaltung" nutzt das Leistungsmerkmal "Identifizieren (MCID)" und wird nach einem kostenlosen Anruf bei der Hotline schriftlich beauftragt. Allerdings sind die Kosten auf Grund des anfallenden Aufwandes leider höher. Die Einrichtung kostet 85,95 Euro und für die Durchführung  werden je angefangene 14 Tage 54,95€ fällig.
 
Für die Bearbeitung benötigen wir von unseren Kunden folgende Angaben:
 
  • Name, Vorname      
  • Telefonnummer      
  • Kundennummer      
  • Buchungskontonummer      
  • Zeitraum für die Überwachung
 
Leider können wir der Community keine gesonderten Preise anbieten.
 
Ich hoffe, dass Ihnen die Infos weiterhelfen und damit auch vielen Betroffenen geholfen werden kann.
 
Mit freundlichen Grüßen
Niels Hafenrichter
Deutsche Telekom AG
Corporate Communications
Niels Hafenrichter



Netcologne:


Sehr geehrter Herr Bäuerle,

leider können wir Ihnen bei Ihrer Anfrage nicht weiterhelfen und verweisen in diesem Zusammenhang auf § 101 der TKG, auch zu finden unter

Im Rahmen einer Fangschaltung wird durch Drücken einer Taste bzw. Tastenkombination am Telefon die Rufnummer des Anrufers „gefangen“. Einen Fax-Spamer im Rahmen einer Fangschaltung zu ermitteln, ist somit schwer möglich.

Eine Fangschaltung berechnen wir mit einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 49,90 Euro brutto sowie mit einem Betrag von 29,90 Euro brutto pro Woche. Bitte beachten Sie, dass wir eine Fangschaltung für maximal vier Wochen einrichten können.

Wir empfehlen daher vorab einen Rufnummerntausch zu beauftragen, da die Einrichtung einer neuen Rufnummer preislich günstiger und mit deutlich weniger Aufwand verbunden ist. Diese wird mit lediglich einmalig 7,90 Euro brutto berechnet. In der Regel löst sich das Problem belästigender Anrufe dadurch umgehend.

Sieht man die Rufnummer des Anrufers auf Ihrem Display oder auf dem erhaltenen Fax, so empfehlen wir, sich diesbezüglich zuerst an die Bundesnetzagentur unter der Rufnummer 0228/14-0 zu wenden. Diese kann Ihnen gegebenenfalls mitteilen, wem diese Rufnummer zugeordnet ist.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.

Freundliche Grüße
NetCologne GmbH
i.A. Heike Runkel


Unitymedia:

Sehr geehrter Herr Bäuerle,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Kunden können bei uns Fangschaltungen beauftragen, wenn sie sich durch Dritte belästigt oder bedroht fühlen oder bei Anzweiflung der Telefonrechnung wegen unbefugten Zugriffs. Die Beauftragung muss schriftlich erfolgen. Dem Kunden werden dafür keine Kosten in Rechnung gestellt. Die Fangschaltung hat eine max. Dauer von 4 Wochen und beruht auf § 101 TKG.

Der Auftraggeber erhält von Unitymedia nach Einrichtung der Fangschaltung im Netz von Unitymedia eine Bestätigung und nähere Hinweise über die Technik der Fangschaltung.

Unitymedia stellt anschließend die Daten dieses "gefangenen" Anrufs fest und informiert den Auftraggeber dann unverzüglich schriftlich hierüber. Unitymedia ist grundsätzlich verpflichtet, dem Inhaber des Anschlusses, von dem die als belästigend und/oder bedrohend bezeichneten Anrufe ausgingen, darüber zu unterrichten, dass über diese Auskunft gegeben wurde. Hierbei handelt es sich lediglich um das Datum und die Uhrzeit, nicht den Namen/Anschrift oder Rufnummer. Davon kann nur eine Ausnahme gemacht werden, wenn der Auftraggeber schriftlich der Unitymedia gegenüber erklärt, dass ihm aus dieser Mitteilung wesentliche Nachteile entstehen können und wenn diese Nachteile bei einer Abwägung mit den datenschutzrechtlichen Interessen des gefangenen Anrufers als wesentlich schwerwiegender erscheinen. Erhält der Anschlussinhaber, von dessen Anschluss die als bedrohend oder belästigend bezeichneten Anrufe ausgegangen sind, auf andere Weise Kenntnis von der Auskunftserteilung, so ist er auf Verlangen über die Auskunftserteilung zu unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Köster, M.A.
Unternehmenssprecherin

Unitymedia Group

Wir bedanken uns bei den Unternehmen für die freundlichen Auskünfte und hoffen, daß weitere angefragte Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Stellung beziehen. Weitere Informationen zu Fangschaltungen beziehungsweise MCID finden Sie hier: Fangschaltung, MCID.

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